Auswirkung der Medien auf die Wahrnehmung der Wirklichkeit

Genre Liebesfilm

Filme gehören auch in die Sparte „Medien“. Besonders beliebt sind Spielfilme. Meist ist es eine Fiktive Darstellung (also eine erfundene Handlung), es kann sich aber auch um eine wahre Geschichte handeln. Mischformen sind ebenfalls vorhanden (wahre Begebenheit und zusätzlich erfundenen Szenen). Sie erzählen Geschichten und haben eine Handlung, die sehr abwechslungsreich sein kann.

Man kann sie sich entweder im Kino, auf DVD oder im Fernsehen ansehen. Bei DVD-Spielfilmen jedoch sind sie meist erst im Kino zu sehen. Filme wie Dokumentationen oder Werbefilme werden selten in Kinos ausgestrahlt.

Filme sind in verschiedene Genre´s aufgeteilt: Action, Drama, Komödie, Horror, Romantik. Manche enthalten auch mehrere Genre´s (zb. Komödie und Action). Ein Actionfilm beinhaltet Spannung, ein Drama ist Traurig, eine Komödie bringt zum Lachen, ein Horrorfilm ist zum Gruseln da, eine Romanze zum Träumen.

Ich möchte mehr auf das Genre „Romantik“ eingehen. In den meisten Liebesfilmen geht es um zwei Menschen, die sich zufällig begegnen und sich dann in einander verlieben. Das können Jugendliche, Erwachsene, Homosexuelle oder alte Menschen sein. Doch was wäre eine Romanze ohne Schwierigkeiten? Ich würde es nicht für einen Liebesfilm halten. In jeder Romanze passiert etwas dramatisches, was die Zuschauer nicht erwartet hatten.  Jemand verschwindet oder stirbt, die verliebten verlieren sich aus den Augen, Geheimnisse tauchen auf usw… Doch am Ende geht es dann doch gut aus. Zwar wird nicht garantiert, dass sich die verliebten zusammenbleiben aber auf jeden Fall ist es ein Happy End.

Durch eine sehr zauberhafte und auch träumende Handlung wird man direkt in den Film hineingezogen und erlebt alles so mit, als wäre man tatsächlich dabei. Bei vielen löst das sehr große Emotionen aus. Man weint, wenn die Menschen hinter dem Fernseher auch weinen, man lacht, man fühlt all das mit, was der Star ebenfalls durchmacht. Da könnte das ein oder andere Problem aufkommen. Man steigert sich so sehr in den Film hinein, dass man alles um sich herum vergisst und nur noch auf den viereckigen Kasten guckt. Und wenn der Film vorbei ist, ist man der Meinung, einen sehr Realitätsnahen Film gesehen zu haben. Doch das stimmt nicht.

Die meisten Liebesfilme sind auf ein Zufallsprinzip gestimmt (d.h. zwei Menschen treffen sich nur zufällig). Und so entschließen wir uns ebenfalls in eine Bar oder in die U-Bahn zu gehen und versuchen uns  „finden zu lassen“. Doch nichts passiert. Also gehen wir deprimiert wieder nach Hause.

Fassen wir also zusammen: Romanzen entsprechen in den meisten Fällen nicht der Wirklichkeit.

Ein anderes Problem stellt der Liebesfilm dar, wenn der Zuschauer sich zu sehr darauf konzentriert und alles vergisst. Romanzen können unsere Probleme wegwischen, sie stellen unser Leben praktisch in den Schatten. Wir werden durch die Probleme der Darsteller von unseren eigenen Problemen abgelenkt. Das stellt durch aus ein Problem dar, wenn wir uns zu sehr in die Handlung rein gesteigert haben.

Fazit:

Spielfilme können einem den Blick für die Wirklichkeit nehmen. Wir versetzen uns in ein Traumland und haben die Vorstellung, dass so etwas auch im normalen Leben passieren kann. Natürlich könnte uns so ein Drama wie in diesen Filmen wiederfahren, doch wir sollten im Auge behalten, dass es immer noch ein Film ist, den wir sehen.

 

Julia K. am 29.9.09 13:27

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Heinick (30.9.09 09:42)
Hallo Julia,
Sie befassen sich inzwischen mit den Auswirkungen der "Neuen Medien". Sehr schön.
Ich kopiere Ihren Artikel und veröffentliche ihn unter Ihrem Namen auf der Seite der Gruppe 7.
Ich habe weitere Anregungen für Sie zu diesem Thema:
In dem Buch "True Stories" befasst die Autorin Monika Pelz ebenfalls mit der Auswirkungen des Medienkonsums.
Sie schreibt:
"Glück und Ekstase - Im Meer der Gefühle. In den USA gibt es Leute, die haben den Film "Titanic" bereits vierzigmal gesehen, und jeder fünfte sieht ihn sich mindestens zweimal an - das erste Mal aus Neugier, das zweite Mal aus Sehnsucht. Sehnsucht nach den großen Gefühlen, die da von der Leinwand schwappen."

Haben Sie diesen oder einen anderen Film mehrmals gesehen? Kennen Sie Menschen, die einen Film mehrmals gesehen haben? Was könnte sie dazu veranlasst haben?

Ein weiterer Ausschnitt aus dem Buch:
"Virtual Realities. Seegang vom Computer. Synthetische Wellen im "Titanic"-Film. James Cameron glaubte seinen Augen nicht zu trauen. "Niemals", schrie der Titanic-Regisseur seinen Stab an, "niemals können diese Meeresaufnahmen aus dem PC stammen!" Cameron irrte. Die Bilder waren tatsächlich CGs - computer generated, per Software erstellt. Wellenkämme und Gischtkronen, selbst Wolken und dicke Nebelschwaden waren im kleinen Büro von Dave Wasson im San Fernandeo Valley aus komplizierten Berechnungen geschaffen worden. "Ohne dieses Programm wäre 'Titanic' nicht möglicht gewesen", sagt Robert Legato, zuständig für visuelle Effekte im 200 Millionen Dollar teuren Kassenknüller mit Leonardo Di Caprio."

Was meinen Sie, enttäuscht das die Titanic-Fans?